Deutsches Studentenwerk Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
22.04.2011 Tipps und Informationen Nr. 03/2011 Aus Hochschulen und Studentenwerken Uni Hamburg: Erste Absolventen/innen des "Studiengangs für taube Gebärdensprachdolmetscher/innen"
An der Universität Hamburg haben 16 Studierende den weiterbildenden "Studiengang für taube Gebärdensprachdolmetscher/innen" abgeschlossen. Die Absolventen und Absolventinnen mit deutscher, russischer und türkischer Gebärdensprache als Muttersprache können zwischen der deutschen und einer anderen Gebärdensprache sowie zwischen der deutschen Schriftsprache und der deutschen Gebärdensprache dolmetschen. Der zweite Durchgang des Studiums ist für 2012 geplant.
Pressemitteilung vom 8.4.2011: "Taube Gebärdensprachdolmetscher/innen. Chance für Gehörlose" Uni Bamberg: Induktive Höranlagen erleichtern Hörgeschädigten das Lernen
Ab dem Sommersemester 2011 stehen Studierenden mit Höreinschränkungen an der Universität Bamberg zwei mobile induktive Höranlagen zur Verfügung. Diese können von Studierenden kostenfrei entliehen und dann in die jeweiligen Räume mitgenommen werden. Weiter plant die Universität, Hörsäle und die Aula mit festen Höranlagen auszustatten.
Uni Bremen: Projekt "Hindernisparcours Universität" gestartet
Der „Hindernisparcours Universität“ ist ein Ausstellungsprojekt. Unter den Rubriken Barrieren und Grenzen, Barriere(un)freie Orte, Behinderung und Identität, Überbelastung und Nachteilsausgleich widmen sich Bilder und Ideen dem Bereich „Studieren mit Beeinträchtigung“. Zu sehen ist die Ausstellung derzeit online auf den Webseiten der Universität Bremen; im Juni 2011 ist geplant, eine Auswahl der Arbeiten auch auf dem Campus zu zeigen.
Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt für mehr Barrierefreiheit
Die Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt hat auf ihrer Januar-Sitzung ein Handlungsprogramm zur weiteren Verbesserung des barrierefreien Zugangs zur Hochschulbildung beschlossen. Die Hochschulen verpflichten sich u.a., Konzeptionen zum Ausbau der baulichen Barrierefreiheit zu erarbeiten und bei der Vergabe von Aufträgen im Bereich der Informations- und Kommunikationsangebote (incl. E-Learning) das Kriterium der Barrierefreiheit besonderes zu berücksichtigen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll durch regelmäßige Kontrollen und öffentliche Berichterstattung gesichert werden. Grundlage des Beschlusses der Hochschulen sind die UN-Behindertenrechtskonvention, der Beschluss des Landtages von Sachsen-Anhalt „Aktionsprogramm Barrierefreies Sachsen-Anhalt“ und die Empfehlung „Eine Hochschule für alle“ der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).
Urteil: Schwerbehindertenausweis für den Erlass von Studiengebühren nicht ausreichend
Nach Ansicht des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts reicht allein die Vorlage eines Schwerbehindertenausweises nicht aus, um von Langzeit-Studiengebühren befreit zu werden. Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit müssen nachweisen, dass sich ihre Behinderung oder Erkrankung tatsächlich studeinzeitverlängernd auswirkt.
VdK NRW schreibt Integrationspreis 2011 aus
Der VdK-Integrationspreis zeichnet zum dritten Mal Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung in NRW aus. Einzelpersonen oder Interessenvertretungen können Personen vorschlagen, die sich durch besondere Leistungen hervorheben. Als mögliche Preisträger gesucht werden unter anderem auch Studierende mit Behinderung. Vorschläge für den Integrationspreis 2011 können bis zum 18. Juni 2011 eingereicht werden.
Aus Politik und Verwaltung
Maßnahmen zur inklusiven Hochschulbildung gefordert Die Fraktionen CDU/CSU und FDP haben im Deutschen Bundestag einen Antrag "Für eine umfassende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - Nationaler Aktionsplan als Leitlinie" eingereicht. Darin heißt es: "Auch für Hochschulen [...] ist das Ziel der Barrierefreiheit in allen Bereichen zu verwirklichen. Dazu gehören nicht nur die Gestaltung von Räumlichkeiten, sondern auch die barrierefreie Lehre und Didaktik, der Zugang zu Serviceleistungen sowie die Internetpräsenzen."
Verschiedenes Studienstipendien für Blinde und Sehbehinderte Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) hat auf seinen Webseiten für blinde Studierende und Studierende mit einer Sehbehinderung Informationen über Studienstipendien zusammengestellt.
Landkarte der inklusiven Beispiele
Seit März diesen Jahres werden auf der "Landkarte für inklusive Beispiele" des Bundesbehindertenbeauftragten Institutionen, Organisationen, Verbände und Einzelpersonen vorgestellt, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung fördern und Barrieren beseitigen. Bislang ist der Bereich Hochschule/Bildung kaum vertreten. Daher hier noch einmal der Hinweis auf diese Möglichkeit, gute Beispiele für Inklusion vorzustellen.
Workshop: Lebensunterhalt für behinderte und chronisch kranke Studierende
Termin: 13.-15. Mai 2011 Ort: Berlin Zielgruppe: betroffene Studierende und Studieninteressierte, Berater/innen und Unterstützer/innen in ASten, Interessengemeinschaften oder anderen Organisationen Veranstalter: BAG Behinderung und Studium e. V. Der Workshop bespricht die verschiedenen Möglichkeiten der Studienfinanzierung (BAföG, Erwerbseinkommen, Stipendien und Studienkredite) und legt einen Schwerpunkt auf die besondere Situation von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Krankheit.
Gesprächskreis: Schön - Schlau - Powerfrau? Behinderte und chronisch kranke Studentinnen mischen mit! Termin: 27. Mai 2011 Ort: Dortmund Zielgruppe: Studentinnen mit einer Behinderung/chronischen Erkrankung Veranstalter: Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium Im Mittelpunkt des moderierten Gesprächskreises stehen der Wissensaustausch sowie die Auseinandersetzung mit den Rollen als Frau und Studentin unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten und der Einbeziehung der individuellen Beeinträchtigung.
Info-Abend: Studieren mit Behinderung Termin: 9. Juni 2011 Ort: Darmstadt Zielgruppe: Studieninteressierte mit Behinderung oder chronsicher Krankheit Veranstalter: Beauftragter für Studierende und Studieninteressierte mit Behinderung Der Info-Abend beantwortet einerseits formale Fragen hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens (z.B. Zulassung als Härtefall), andererseits soll ein Einblick in die konkreten Studienbedingungen an der Hochschule Darmstadt gegeben werden.
Diese Tipps und Informationen können hier als PDF heruntergeladen werden: http://www.studentenwerke.de/pdf/Tipps_und_Informationen_3_2011.pdf
Ihr Team der IBS Deutsches Studentenwerk Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) Monbijouplatz 11 10178 Berlin Tel.: 030 / 29 77 27 -64 Fax: 030 / 29 77 27 -69 E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de www.studentenwerke.de/behinderung
Fernstudium und Weiterbildung mit einer Behinderung
Die barrierefreien Angebote an deutschen Hochschulen sowie die Möglichkeiten der Weiterbildung haben sich zwar in den letzten Jahren weiterentwickelt, doch leider stehen Menschen mit einer Behinderung noch immer viel zu häufig vor unüberbrückbaren Hürden. Deshalb haben wir uns von der Arbeitsgemeinschaft lebenslanges Lernen mit dieser Thematik auseinandergesetzt und einen Ratgeber erstellt.
Auf der Seite http://www.fernstudium-net.de/weiterbildung/fernstudium-mit-behinderung geben wir vielfältige Hilfestellungen zu den Themen Fernstudium und Weiterbildungsmaßnahmen für Menschen mit einer Behinderung. Dazu gehören beispielsweise Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten oder aber auch über die unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Menschen mit einem Handicap.
Weitere Informationen: Arbeitsgemeinschaft lebenslanges Lernen www.fernstudium-net.de Langbehnstraße 19b 22761 Hamburg Mathias Kuschinski E-Mail: arbeitsgemeinschaft@fernstudium-net.de |