Chromosomenanalyse: Dieses Verfahren umfasst die folgenden Einzelschritte: 1. Zellkultur, da die Chromosomen nur während der Zellteilung individuell sichtbar werden. 2. Bei hinreichenden Zellteilungen Zugabe eines Giftes, das den Spindelapparat hemmt und dadurch Zellen in Teilung im Stadium der Metaphase anhält. Dadurch sammeln sich Zellen in diesem Stadium der Zellteilung an. 3. Zugabe einer hypotonen Lösung, welche die Zellen so stark zum Quellen bringt, dass sie beim Auftropfen auf den Objektträger platzen. Dadurch werden sie so gestreut, so dass sie einzeln beieinander liegen und möglichst nicht überlappen ( Metaphaseplatte; Abb. 1). 4. Färbung. Dazu stehen je nach Fragestellung verschiedene Farbstoffe zu Verfügung. 5. Mikroskopische Auswertung je nach Fragestellung. In der Regel werden 20 Metaphasen nach Zahl und Struktur der Chromosomen mikroskopisch analysiert, gezählt und zwei bis vier Karyogramme erstellt. 6. Danach wird der Karyotyp als cytogenetische Diagnose formuliert, kommentiert und dem Auftraggeber mitgeteilt.  Abbildung . 1: Metaphaseplatten menschlicher Chromosomen. Links: Giemsa-Färbung mit unterscheidbaren Chromatiden (Foto: Institut für Humangenetik, Univ. Erlangen) Rechts: Bandenfärbung (GTG) (c) Foto: Max-Planck-Gesellschaft -Rohrer, 2008).
 Abbildung 2: Karyogramm menschlicher Chromosomen (46,XY; GTG-Banden). (Institut für Humangenetik, Univ. Erlangen 2009) |