FISH: Abkürzung für Fluoreszenz - in-situ - Hybridisierung; Dies ist eine molekularzytogenetische Methode, um definierte Chromosomenabschnitte mit Hilfe eines fluoreszierenden Farbstoffes innerhalb der Chromosomen sichtbar zu machen. Dazu werden fluoreszenzmarkierte DNA-Sonden direkt auf das Chromosomenpräparat aufgebracht, die dort hybridisieren ( DNA-Hybridisierung ) ( Abb. 1). Zu Verfügung stehen u. a. spezielle Sonden für die Zentromere aller Chromosomen, Painting-Sonden zur Anfärbung eines gesamten Chromosoms und ortspezifische Sonden, die gezielt ausgewählte DNA-Abschnitte eines Chromosoms markieren. Abb. 2 zeigt einen Satz menschlicher Chromosomen, die zur Analyse mit zwei Fluoreszenzfarbstoffen angefärbt wurden. Mit dieser Technik können verschiedene Chromosomenaberrationen sowie Markerchromosomen , insbesondere aber auch Mikrodeletionen identifiziert werden; dies sind kleinste chromosomale Umbauten , welche mit der konventionellen Zytogenetik, der Chromosomenanalyse nach Bandenfärbung, nicht erfasst werden. Das Verfahren eignet sich auch als Schnelltest zur Darstellung von Chromosomen in Interphasekernen (Abb. 3). 
Abbildung 1: Schema der Fluoreszens-in-situ-Hybridisierung (FISH) (Quelle: Dr. Imma Rost, München)  Abbildung 2: Karyogramm menschlicher Chromosomen (weiblich). Auf Metaphasechromosomen wurden durch FISH die Alu-Sequenzen markiert (grün). Diese Sequenzen sind besonders in genreichen Chromosomenabschnitten häufig. DNA ist rot eingefärbt (Quelle: Wikipedia, File Chromosom (CC nach : Bolzer et al. (2005) PLoS Biol 3(5): e157DOI: 10.1371/journal pbio. 0030157).  Abbildung 3: FISH-Schnelltest. Interphasekern nach spezifischer Anfärbung von Chromosom 21: Diagnose: Trisomie 21 in dieser Zelle (Photo: Dr. Imma Rost, München) |