Genhäufigkeit (Syn. Genfrequenz): Der Begriff bezieht sich auf die Häufigkeit von Allelen an einem bestimmten Genort innerhalb einer Population. Wenn nur ein Allel existiert, beträgt dessen Genhäufigkeit 100%. Bei mehreren Allelen beträgt deren Summe 100%, wobei die jeweiligen Allele verschieden häufig sein können. Beispiel: Der Rhesus-Faktor der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) hat zwei Allele. In Deutschland ist auf diesem Genort in 40% das Allel für Rhesus-negativ (rh) vorhanden und zu 60% das jenige für Rhesus-positiv (Rh). Da Rh+ dominant über rh- ist, sind Individuen mit dem Genotyp Rh+/Rh+ und mit Rh+/rh- bei Untersuchungen beide Rhesus-positiv und nur die Individuen mit rh-/rh- sind Rhesus-negativ. Daraus ergibt sich, dass ~85% Rh+ und nur ~15% der Deutschen rh- sind. Die Genhäufigkeit darf daher nicht mit der Häufigkeit eines genetisch bedingten phänotypischen Merkmals in einer Population gleichgesetzt werden. |