Geschlechtschromatin: Bei weiblichen Individuen enthalten zahlreiche Zellkerne im Ruhezustand Chromatinverdichtungen, die meist als scharf umschriebene Strukturen der Kernmembran innen anliegen und als Barr-Körper bezeichnet werden. Sie entsprechen dem Heterochromatin des inaktivierten X-Chromosoms (siehe X-Chromosomeninaktivierung ). Männlichen Individuen fehlen normalerweise die Barr-Körper, dagegen lässt sich das stark fluoreszierende Y-Chromosom als F-Body im Zellkern nachweisen. Lediglich bei Männern mit einem Klinefelter-Syndrom (XXY) sind Barr-Körper vorhanden.

Abbildung: Geschlechtschromatin: Links: Barr-Körper (Pfeile) in Haarwurzelzellen (Foto: Rott, Erlangen). Rechts: Stark fluoreszierendes Y-Chromosom (F-Body) in dem Zellkern einer Zelle eines Mannes (Quelle: Buselmaier W u. Tariverdian G in: Humangenetik. 4. Aufl., 2007, ISBN 978-3-540-32677-9. Mit freundlicher Genehmigung von Springer Science+ Business Media) |