Insertion (von lat. inserere = einfügen. Syn. Chromosomen-Insertion): Einschub eines Chromosomenbruchstücks in ein anderes Chromosom (vgl. Abb.). Träger solcher Insertionen bleiben phänotypisch unauffällig, wenn keine genetischen Informationen verloren gegangen sind und an den Bruchstellen des betroffenen Chromosoms kein Gen geschädigt wurde. Bei Weitergabe an Nachkommen kann ein unbalancierter Karyotyp mit einer partiellen Trisomie oder Monosomie entstehen, was zu klinischen Symptomen führt.
 Abbildung: Schema einer Insertion. a: Zwei normale Chromosomen; b: Chromosomenanomalie nach der Insertion des hell blau markierten Bereichs in ein anderes Chromosom. |