Kindernetzwerk e.V. Gemeinsame Presseerklärung von Kindernetzwerk e.V. und DGSPJ Neugeborene und Kinder profitieren seit Jahrzehnten von Früherkennungsuntersuchungen. Die frühe Erkennung von angeborenen Stoffwechselstörungen und Hormonproduktions-störungen bei Neugeborenen ist in Deutschland beispielhaft. Mehr als 99% aller Neugeborenen profitierten bisher von diesem ausgeklügelten System der Frühdiagnostik. Nach den Bestimmungen des neuen Gendiagnostikgesetzes wird dieses Präventionsangebot jedoch Neugeborenen nicht weiter uneingeschränkt angeboten werden können. Sachlich unbegründet hat man ein Untersuchungs-verfahren (Tandem-Massenspektrometrie) als humangenetisches Untersuchungsverfahren deklariert. Umständliche Aufklärungsauflagen und Einwilligungsprozeduren führen zusätzlich dazu, dass nicht mehr alle Neugeborene nach der Geburt umfassend auf diese angeborenen Störungen untersucht und gegebenenfalls auch rasch therapiert werden können.
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