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knw Kindernetzwerk e.V.
Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen

Mehr Geburten in DeutschlandSinkende Zahl von Kinderärzten

Ungenaue Werte bei Bluttest

In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren. 2017 waren es 784.901 Kinder. Doch wir beklagen gleichzeitig weniger Kinder- und Jugendärzte. 34 Prozent der Eltern sagen, laut einer Umfrage des Politikforschungsinstituts Kantar Public im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks, dass es in der Nähe ihres Wohnortes keine ausreichende Versorgung mit Kinder- und Jugendärzten gebe. In Kleinstädten bis zu 5.000 Einwohner/innen sagen dies sogar 49 Prozent der Eltern. (1.591 Eltern ab 18 Jahren sind hierzu online befragt worden.)

Im Hinblick auf das in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebene Kinderrecht auf bestmögliche Gesundheit gehört jedoch auch die ausreichende Versorgung mit Kinder- und Jugendärzten, findet das Kindernetzwerk. „Wir erleben es immer wieder, dass Eltern keinen Kinderarzt finden, lange unzumutbare Wege auf sich nehmen müssen oder wochenlang auf einen Impf- bzw. Vorsorgetermin warten müssen", so Margit Golfes, Leiterin der Koordinierungsstelle des Kindernetzwerks in Berlin.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele niedergelassene Kinder- und Jugendpädiater, aber auch viele Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst in den nächsten 15 Jahren in den Ruhestand gehen. Wenn nicht gegengesteuert werde, erwachsen große Probleme im weiteren Leben dieser Kinder und Jugendlichen.

Vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs der Zukunft wird die frühkindliche Entwicklung und Bildung, aber auch die frühkindliche Gesundheit zu einer Aufgabe der Wirtschaftsförderung ersten Ranges.
Kös/BS