Graustufen
Bilder deaktivieren
Sound bei Tastenanschlag
Schriftgröße
knw Kindernetzwerk e.V.
Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen

Jahrestagung in AschaffenburgGeschäftsführer verabschiedet

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung ist Raimund Schmid, der Geschäftsführer des Kindernetzwerks, der zusammen mit Prof. Dr.
Dr. von Voß im Dezember 1992 den Verein gegründet hat, verabschiedet worden.


Rund 27 Jahre hat der Journalist das Netzwerk für Eltern mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen, seltenen Erkrankungen und Behinderungen geleitet und betroffene Eltern untereinander vernetzt. Deutschlandweit konnten sich dadurch erstmals Familien mit den gleichen Krankheitsbildern untereinander austauschen und bundesweite Selbsthilfegruppen gründen. In fast drei Jahrzehnten baute Raimund Schmid ein Netzwerk zu Ärzten, Verbänden und Therapeuten auf, bot individuelle Hilfen für Betroffene an, brachte politische Forderungen in Parteienlandschaft.

Die Politologin Margit Golfels, die seit 2016 in Berlin parallel die neue Geschäftsstelle aufgebaut hat, führt ab Juni 2019 die Dienststellen Berlin und Aschaffenburg zusammen. Die Mitgliederbetreuung wird nun von der Servicestelle Mainaschaff übernommen, Akademie, Öffentlichkeitsarbeit und politische Leitung sind in Berlin angesiedelt.

 


Nach einem gemütlichen Ausklang mit Musik, Kabarett und vielen Gesprächen untereinander, wurde es auf der Jahrestagung einen Tag später hochpolitisch: Die Mitglieder überlegten gemeinsam, wie das Kindernetzwerk und die Eltern-Selbsthilfe national und in Kooperation mit der WHO organisatorisch, inhaltlich und politisch enger kooperieren können.

Dafür stellte Dr. Martin Weber, Programm Manager Child and Adolescent Health bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), seine Arbeit vor. Schwerpunkte sind unter anderen

> Leben der Kinder sichtbar machen
> Regierungshandeln für Kinder- und Jugendgesundheit transformieren
> Gesundheit schützen und Risiken für Kinder wie Gewalt vermindern...

Im Plenum wurde angeregt, die politischen Bemühungen des Kindernetzwerks um Verbesserung der Situation von chronisch kranken und behinderten Kindern auch international zu verzahnen und sich gemeinsam für die Umsetzung der WHO Strategie „Gesundheit 2020" zu engagieren. Für Kinder und Jugendliche gibt es zwei Zielsetzungen

> in Kinder investieren
> Prävention von Kindesmisshandlungen

Dr. Martin Weber erläuterte, dass hinsichtlich dieser beiden Punkte alle Unterzeichnernationen, also auch Deutschland, zur Datenerhebung und –desaggregation verpflichtet sind und man diese auch einfordern könne, falls diese national nicht verfügbar seien. Als Ergebnis des Dialogs auf der Jahrestagung erklärte er sich bereit, den informellen Austausch zu verstetigen und auch im nächsten Jahr wieder einen aktiven Part auf der Jahrestagung zu übernehmen.