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knw Kindernetzwerk e.V.
Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen

Mitgliederversammlung in Aschaffenburg Margit Golfels ist neue Geschäftsführerin

Die Politologin Margit Golfels, die seit 2016 in Berlin parallel die neue Geschäftsstelle aufgebaut hat, führt ab Juni 2019 die Dienststellen Berlin und Aschaffenburg zusammen. Die Mitgliederbetreuung wird nun von der Servicestelle Mainaschaff übernommen, Akademie, Öffentlichkeitsarbeit und politische Leitung sind nun in Berlin angesiedelt.

Margit Golfels (6. von links) führt die Aschaffenburger und Berliner Büros zusammen.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung stand die Verabschiedung des langjährigen Kindernetzwerk Geschäftsführers Raimund Schmid. Nach 27 Jahren hat er die Verantwortung für die Geschäfte des Dachverbands an sein Nachfolgerin Margit Golfels übergeben. Doch die Kontinuität der Arbeit ist sichergestellt: Golfels hat seit 2016 in Berlin die Koordinierungsstelle des knw aufgebaut und das politische und fachliche Netzwerk gepflegt und erweitert. Unter ihrer Leitung wurde in den letzten drei Jahren die Kindernetzwerk Akademie aufgebaut, eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit implementiert und die Organisationsreform, die mit der Zusammenführung der Geschäftsbereiche in Aschaffenburg und Berlin notwendig wurde, eingeleitet.

Für die Zukunft hat sich Golfels auf die Fahnen geschrieben, mit ihren beiden Teams dem Kindernetzwerk als Dachverband noch größere Schlagkraft zu geben. Wichtigstes Ziel ist dabei, die Lobbyarbeit für Familien mit besonderem Bedarf weiter zu stärken und dabei noch mehr als in der Vergangenheit den Schulterschluss mit den Mitgliedsorganisationen zu suchen, deren Interessen zu bündeln und an die relevanten Entscheider in Politik, Sozialversicherung und Unternehmen heranzutragen. Ein weiteres Ziel ist es, diese gemeinsamen Interessen noch effizienter in der Öffentlichkeitsarbeit zu verankern und dabei insbesondere auch die Belange der jungen Betroffenen im Auge zu haben.

Am praktischen Nutzen für die Mitgliedsorganisationen will Golfels mit ihrem Team durch den weiteren Ausbau hilfreicher Informations- und Unterstützungsangebote arbeiten: Bearbeitung von übergeordneten Themen der Vereinsführung sollen ebenso aufgegriffen werden wie Themen im sozialrechtlichen Bereich oder Krankheitsbild übergreifende Probleme der Krankheits- und Alltagsbewältigung. Und natürlich sollen dabei auch passende Online-Angebote nicht zu kurz kommen.

Als selbsthilfe-typische Angebote für Familien will Golfels im nächsten Jahr Peer-to-Peer Ansätze zur Unterstützung in Kooperation mit Mitgliedsorganisationen, die in diesen Bereichen bereits über Erfahrungen verfügen, umsetzen. Auch hierbei wird es um krankheitsübergreifende Angebote gehen, die die teilweise schon existierenden krankheitsbezogenen Maßnahmen der Mitgliedsorganisationen im psychosozialen und sozialrechtlichen Bereich ergänzen können.

Für die künftige Ausrichtung des knw ist es ebenso wie für die Mitgliedsorganisationen von Bedeutung, sich für die Zukunft der Selbsthilfe zu engagieren. Gerne hat Golfels daher den Auftrag der Mitgliedsorganisationen auf der Jahrestagung aufgegriffen, künftig mehr Angebote für die junge Selbsthilfe zu entwickeln. Dabei wird das knw es sich zur Aufgabe machen, die bereits bei vielen Mitgliedern erfolgreiche Jugendarbeit stärker öffentlich sichtbar zu machen und auch für die jungen Betroffenen eine schlagkräftige Plattform für die Vertretung gemeinsamer Interessen aufzubauen.