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knw Kindernetzwerk e.V.
Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen

Risikogruppe chronisch KrankeCoronavirus

Pandemie: Offizielle Verlautbarungen gehen nicht genug auf chronisch kranke Kinder ein

Das Kindernetzwerk hat den Eindruck, dass sich die Entscheider angesichts der angespannten Gesamtlage um diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe zu wenig Gedanken machen: Es wird zwar generell auf Kinder verwiesen, aber nicht explizit auf die Gruppe der chronisch kranken Kinder. Wir versuchen daher von verschiedenen offiziellen Seiten aussagekräftige Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen zu den unterschiedlichsten Feldern zu bekommen. Themen sind u. a.: Betreuungssituation, Notbetreuung, unbezahlte Freistellung, medizinische Versorgung, ...

Um diese Fragen zu beantworten, benötigen wir Ihre Unterstützung: Bitte halten Sie uns über Ihre aktuellen Sorgen auf den Laufenden, informieren Sie uns, wie es Ihnen mit der aktuellen Situation geht, welche Notsituationen sich derzeit wegen Corona ergeben. Schreiben Sie an: struntz@kindernetzwerk.de (Ansprechpartnerin: Birte Struntz). So können wir uns ein besseres Bild machen - und Sie in der kommenden Zeit noch besser vertreten und gezielter informieren.

Welche Kinder sind in der Risikogruppe drin?

Bekanntlich erkranken am Corana-Virus ja vornehmlich alte und insbesondere auch bereits hochbetagte Menschen. Das Virus macht aber auch vor jüngeren Patienten, vor Frühgeborenen, Kindern mit schwerwiegenden Erkrankungen und Behinderungen halt. Daraufhat nun Prof.Markus Knuf, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche der HELIOS Dr. Schmidt-Kliniken in Wiesbaden im Gespräch mit der Redaktion von Kinder Spezialaufmerksam gemacht.

Besonders gefährdet seien nach bisherigen Erkenntnissen
Kinder mit neurologischen Erkrankungen, und Mehrfachbehinderungen, die oft auch schwere Schluck- und Atemstörungen haben. Da diese Kinder bereits häufig eine „vorgeschädigte" Lunge haben und oftmals multiresistente Keime tragen, sind sie laut Knuf auch eine „gefährdete Risikogruppe."

Das gleiche gelte auch für eine besondere Gruppe chronisch kranker Kinder und Jugendlicher, die immunsuppressiv behandelt werden, so dass ggf. in Absprache mit dem Behandlerteam eine Modifikation der immunsuppressiven Therapie oder Isolierungsmaßnahmen - zumindest vorübergehend - sinnvoll sein können.

Hierzu zählen zum Beispiel
junge Menschen mit onkologischen Erkrankungen,
transplantierte Kinder,
Kinder mit Tuberöser Sklerose, wenn diese mit Kortison oder Everolimus behandelt werden oder
Kinder mit MorbusCrohn unter z.B.Infliximab oder Kortisontherapie.

Andere chronisch kranke Kinder und Jugendliche mit z. B. angeborenen Fehlbildungen oder psychiatrischen Erkrankungen weisen nicht zwingend ein erhöhtes Risiko für Covid-19 auf.


 

Wir haben auf dieser Seite zu unterschiedlichen Themen hilfreiche linklisten erstellt:

> Infos/Links zu organisatorischen Fragen (Maßnahmen der Regierung, Arbeitsrecht, Schule, Notbetreuung, ...)
> Infos/Links zu medizinischen Fragen (Erstinformationen & Antworten auf spezielle Fragen)
> Tagesaktuelle Experten-Infos (zu medizinischen, wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Fragen)
> Infos/Links für spezielle Zielgruppen (Gebärdensprache, leichte Sprache, kindgerechte Angebote, spezielle Krankheiten)
> Telefonhotlines
> Angebote für Home-Schooling
> knw-Tipps zu allgemeinen Schutzmaßnahmen und Prävention
> In eigener Sache: Verschiebung aller knw-Termine


 

Infos/Links zu organisatorischen Fragen:

Zu Corona und arbeitsrechtlichen Auswirkungen:
> FAQ-Liste des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen 
> Schutzschild für Unternehmen und Beschäftigte beschlossen (Regierungserklärung zum Beschluss vom 15.03.2020)
> Erläuterung der Auswirkung des Schutzschildes auf Selbstständige, Kleinunternehmer, Freiberufler (RBB-Artikel,18.03.2020)

Zur Schließung von Schulen und Kitas:
Zur Schließung von Schulen und Kitas (sowie auch zu Ausgangsbeschränkungen bzw. -sperren) gibt es bisher keine bundesweit-einheitliche Lösung; die Bundesländer beschließen Ihre Maßnahmen eigenständig. Informieren Sie sich daher bitte auf den Seiten Ihres Bundeslandes über den aktuellen Stand der Dinge. Die Regelungen können täglich angepasst werden.
> Zu Regelungen, die Bund und Länder einheitlich beschlossen haben, (Video, Pressekonferenz der Bundesregierung vom 16.03.2020)
> Zur Schließung von Kitas und Schulen sowie Notbetreuung in den einzelnen Ländern (Tagesschau-Artikel, 14.03.2020)

Zu Fragen im Zusammenhang „Schul- und Kitaschließungen & Anspruch auf Lohn/Urlaub/Krankenschreibung berufstätiger Eltern":
> Artikel der Süddeutschen Zeitung (Stand: 18.03.2020)
> Artikel des Sonntagsblatts (Stand: 16.03.2020)
> Artikel der juristischen Zeitung LTO (Stand: 13.03.2020)
> Artikel des Unternehmer-Magazins Impuls (Stand: 13.03.2020)


 

Infos/Links zu medizinischen Fragen:

Erstinformationen rund um medizinische Fragen/Einschätzungen:
> Infektionsschutz
> Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts    
> Wer gehört zur Risikogruppe? (Artikel des MDR, 11.03.2020)
> Infos/Hilfe für Personen mit erhöhem Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf (Robert-Koch-Institut, 06.03.2020)
> Maßnahmen zur Prävention einer SARS-CoV-2 Infektion bei Kindern mit besonderem Bedarf bei der Betreuung in Gemeinschaftseinrichtungen (Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V., 17.03.2020)
> Kinder- und Jugendärzte bitten Eltern um angemessenes Verhalten (Erläuterung zum Vorgehen bei Coronaverdacht des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.)
> FAQ-Liste des Robert-Koch-Instituts
> Erklärvideos der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu allg. Fragen rund um Corona
> "Zusammen gegen Corona" (Sonderseite des Bundesministeriums für Gesundheit)

Zur Medikamentenversorgung während der Corona-Pandemie:
> Arzneimittelversorgung gesichert (Artikel der Deutschen Apotheker-Zeitung, 16.03.2020)
> Zur Medikamentenversorgung während der Corona-Pandemie (Artikel der Süddeutschen Zeitung, 23.03.2020)
> Auf Nachfrage aus unserem Netzwerk erhielten wir von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendärzte folgenden Hinweis:
„Aus Italien wissen wir, dass Kinder mit medizinischen Problemen und pharmakologischer Unterdrückung ihrer Abwehr vermutlich kein wesentlich erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben," so Prof Dr. H.I Huppert von der DAKJ


 

Tagesaktelle Experten-Informationen (zu medizinischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen):

> Podcast zu wichtigen medizinischen und gesellschaftlichen Fragen (NDR-Podcast mit Christian Drosten, der in der Corona-Krise als Deutschlands einflussreichster Arzt gilt)
> Tagesaktuelle Infos des Bundesministeriums für Gesundheit zum Coronavirus
> Aktuelle Infos der Bundesregierung über neue Regeln, Maßnahmen, Verordnungen und Tipps


 

Infos/Links für spezielle Zielgruppen (leichte Sprache, Gebärdensprache, kindgerechte Angebote, zu speziellen Krankheiten):

Gebärdensprache:
> Infos zu Corona in Deutscher Gebärdensprache
> Tagesaktuelle Corona-News in Gebärdensprache/für Gehörlose (Angebot des WDR)
> Umfangreiche Info-Sammlung der Deutschen Gehörlosenzeitung

leichte Sprache:

> Erstinfos zu Corona in "leichter Sprache" (Angebot von Spektrum der Wissenschaft)
> Zusammenstellung von zahlreichen Infos in leichter Sprache

kindgerechte Angebote:

> Sonderseite des WDR, auf der Fragen täglich kindgerecht beantwortet werden

spezielle Krankheiten:
> Zur psychotherapeutischen (Weiter-)Behandlung während der Corona-Pandemie 
> Infos bei Immunsuppression im Rahmen von Magen-Darm und Leber-Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter


 

Sonstiges hilfreiche und wichtige Infos/Links:

> Ansprache der Bundeskanzlerin vom 18.03.2020 (als Video & in Gebärdensprach)
> Tipps zur häuslichen Quarantäne (PDF des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katsastrophenhilfe)


 

Telefonhotlines zu Corona

Bundesweite Hotlines

Bei einem Corona-Verdachtsfall wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt
oder wählen Sie 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Bundesweite Hotlines, die zum Coronavirus informieren:
> Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 / 011 77 22
> Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 / 346 465 100 (Mo - Do, 8:00 - 18:00 Uhr & Fr 8:00 - 12:00 Uhr)
> Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung: Behördennummer 115 (www.115.de)

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte:
> Faxnummer: 030 / 340 60 66 - 07
> E-Mail: info.deaf@bmg.bund.de / info.gehoerlos@bmg.bund.de
> Gebärdentelefon (Videotelefonie) über: https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allg. wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus
Telefon: 030 / 186 15 15 15 (Mo - Fr 9:00 - 17:00 Uhr)

 
Wichtig: Bitte sehen Sie davon ab, Notrufnummern wie 110, 112 u.ä. wegen Fragen zu Corona zu wählen. Diese sind z.Z. aufgrund solcher Anfragen dauer-besetzt, sodass echte Notfälle kaum noch bearbeitet werden können!
 

Regionale Hotlines

> Berlin: 030 / 90 28 28 28  (täglich von 8 - 20 Uhr)
> ... (Listen werden von uns regelmäßig erweitertet. Bitte informieren Sie sich bis dahin über die Webseite Ihres Bundeslandes.)


 

Angebote für Home-Schooling

> ...


 

Allgemeine Schutzmaßnahmen

Der Coronavirus verbreitet sich deutlich schneller als Sars und ist laut Robert-Koch-Institut auch tödlicher als die Grippe. Corona wird über Tröpfcheninfektion übertragen, es gibt bisher kein Medikament dagegen: Ein Impfstoff wird laut Robert-Koch-Institut in diesem Jahr noch nicht fertig. Chronisch kranke Kinder und Jugendliche werden genauso wie Erwachsene behandelt: Fieber und Atemnot bekämpfen und den Kreislauf stabil halten. Damit allein sind viele wieder gesund geworden.

Viel wichtiger für chronisch Kranke ist es jetzt, sich gegen die Grippe impfen zu lassen, falls dies noch nicht geschehen: Die Statistik zeigt, dass chronisch Kranke von einer Infektion mit Influenza besonders stark betroffen sind. Dagegen kann man etwas tun! Und man hat ein Krankheitsrisiko weniger, um das man sich Sorgen machen muss...

Derzeit hilft gegen Corona nur Prävention

> Häufiges Händewaschen ist die wichtigste Vorbeugung. Das aber schön lange und richtig: Beim Waschen 2 x ein Kinderlied, z.B: „Bruder Jakob", von Anfang bis Ende durchsingen und die Zwischenräume der Finger und den Daumen nicht vergessen!
> Menschenmengen meiden und besser daheim bleiben.
> Bei einer größeren Mensch: Die Viren sind so klein, dass sie durch das Papier schlüpfen können. Empfehlenswert sind wohl eher sogenannte FFP2- oder FFP3-Masken.
> Bei Fieber- und Grippesympenmengenansammlung Abstand zu anderen Menschen halten: mindestens einen Meter.
> besser kein Händeschütteln und keine Umarmungen
> kein Mundschutz aus Papiertome bitte erst das Gesundheitsamt anrufen, nicht sofort zum Arzt gehen, da das Risiko sich dort anzustecken und selbst Infektionen zu übertragen sehr hoch sein kann.
> bitte nicht die 112 wählen, sondern Ihre regionale Nummer des Gesundheitsamtes zum Stichwort "Corona".


 

In eigener Sache: Verschiebung aller unserer kommenden Termine

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie, verschieben auch wir beim knw alle unsere kommenden öffentlichen Termine – Veranstaltungen, Workshops, Treffen sowie Seminare – bis auf Weiteres. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass auch wir uns auf diese neuartige wie außergewöhnliche Situation in Deutschland und der Welt schrittweise einstellen und um-organisieren müssen. Entsprechend der Empfehlung des Bundes, gilt diese Regelung vorerst bis einschließlich 19.04.2020. Wir werden Sie schnellstmöglich darüber informieren, ob und inwiefern diese ausgefallenen Termine nachgeholt werden können.


 

Disclaimer / Haftungsausschluss

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ersetzt keinen Arztbesuch und keine Diagnose. Auch vollziehen wir keine Bewertung der einzelnen Inhalte hinter den Links. Vielmehr möchten wir Ihnen damit eine Hilfe bei der eigenen Recherche bieten, indem wir wichtige Informationen aus anerkannten, offiziellen Kanälen für Sie zusammentragen, um Sie zumindest dabei zu entlasten.