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knw Kindernetzwerk e.V.
Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen

per Mail vom 13.04.2020Frau Meyer

... Mein Mann und ich haben 2 Kinder. Max ist 11 Jahre alt, Moritz 4 Jahre.

Mortitz hat ein hyperreagibles Bronchialsystem. Ob er damit zur Risikogruppe gehört weiß ich nicht.

Unser großer Sohn allerdings ist schwerstmehrfach-behindert. Er hat eine seltene Form der Spinalen Muskelatrophie. Max hat den höchsten Pflegegrad 5 und ist geistig auf dem Stand eines 2 Jährigen.

Mein Mann ist seit Februar 2020 arbeitslos. Ich arbeite als Horterzieherin.

Seitdem beide Kinder zu Hause sind bin ich krankgeschrieben. Zur Zeit habe ich Urlaub. Ab nächste Woche würde ich eigentlich wieder arbeiten gehen.

Die Charité rät davon ab, da das Risiko für unseren Sohn zu groß sei. Sie rät auch dazu, allen haushaltsfernen Personen fern zu bleiben. Auch ich habe da ein sehr ungutes Gefühl.

Auch haben wir eine Stellungnahme der Charité für meinen Arbeitgeber letzte Woche bekommen in der gebeten wird, mich von der Notbetreuung (in meinem Job als Horterzieherin) freizustellen. Mit meinem Arbeitgeber habe ich darüber noch nicht gesprochen.

Welche Möglichkeiten gibt es denn? Ich kann schlecht unbezahlt zu Hause bleiben. Unsere Fixkosten müssen ja bezahlt werden. Auch hat das Arbeitsamt bisher nicht den Arbeitlosengeld 1 Antrag meines Mannes bearbeitet ...