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knw Kindernetzwerk e.V.
Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen

Kindernetzwerk-JahrestagungZukunft der Selbsthilfe

Jahrestagung Kindernetzwerk 2022

Endlich konnten wir mal wieder eine Jahrestagung in Präsenz abhalten! Obwohl das Thema rein auf die Selbsthilfe bezogen war und somit der Personenkreis eng eingegrenzt, hatten sich knapp 50 Personen zu unserer Jahrestagung angemeldet, die wir im Vorfeld breit beworben hatten. Dank der Förderung der Veranstaltung durch die „GKV Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene" konnten wir diese veranstalten und auch ein reichhaltiges Buffet anbieten.

Um 9 Uhr ging es los mit einer herzlichen Begrüßung durch Kindernetzwerk-Vorsitzende Dr. Annette Mund und die Moderatorin Kathrin Jackel-Neusser (Geschäftsführerin des knw).
Dann sprach Dr. Christopher Kofahl vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Medizinische Soziologie (IMS), Stv. Direktor und Koordinator Patientenorientierung und Selbsthilfe zum Thema: „Welche Rolle hat die Selbsthilfe in unserer heutigen Gesellschaft? Sind die Ansätze der klassischen Selbsthilfeorganisation noch zeitgemäß?"
Seinen Vortrag können Sie hier nachlesen.


Anschließend sprach die studierte Erziehungswissenschaftlerin Merve Mutluhan (Mina e.V., hier LINK) zum Thema: „Rollenmuster in den Familien und deren (kultursensitive) Reflexion". Sie schilderte eindrucksvoll, wie es der Organisation Mina e.V. gelungen ist, türkisch- und arabischsprachige bzw. aus diesem Kulturraum stammende Menschen mit chronisch kranken oder behinderten Kindern in ihrer Organisation einzubinden und für die Selbsthilfe zu begeistern. Dabei zeigte sie, wie durch niedrigschwellige Angebote (gemeinsames Grillen, Kochen, Basteln) erst die Frauen, dann die ganzen Familien und später auch Männer dazu aktiviert wurden, Gruppen der Selbsthilfe zu eröffnen. Dabei berichtete sie, dass die Väter so in der Gruppe gestärkt lernten, ihre Unsicherheit zu überwinden und alleine barrierefreie Aktivitäten mit ihren Kindern zu planen, so dass der Zusammenhalt mit diesen wuchs und die Mütter sich in der Zeit gut erholen konnten.

Den dritten Vortrag des Vormittages hielt Benita Eisenhardt (Referentin Projekte und Entwicklung beim Kindernetzwerk e.V.) zum Thema: „Selbsthilfe und Partizipation – Die Rolle der Selbsthilfe chronisch kranker Kinder im Kontext gesetzlicher Entwicklungen hin zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe".
Ihren Vortrag können Sie hier nachlesen ...

Anschließend wurde das Videostatement zum Thema Partizipation von Kerstin Held, Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., übertragen, die an diesem Tag leider nicht persönlich zugegen sein konnte. Ihrem Rat folgend wird das Kindernetzwerk e.V. nun einen wiederkehrenden Think Tank zur Begleitung des Gesetzesprozesses der Inklusiven Lösung etablieren. Zu dessen genauer Umsetzung und den Terminen werden Sie bald ein Anschreiben von uns erhalten.


Im Anschluss begann nach einer Kaffeepause die Arbeit in den Workshops der Jahrestagungs-Zukunftswerkstatt.
Die Junge Selbsthilfe im Kindernetzwerk  war den Vormittag über zu einem Vortrag im Bundestag gewesen und konnte sich das Gebäude sowie die Reichstagskuppel ansehen und einen Vortrag anhören. Die Reise- und Hotelkosten wurden dank der Förderung der Jahrestagung vom knw übernommen. Nach einer Mittagspause ging es dann weiter mit dem Workshop der Jungen Selbsthilfe, geleitet von Volker Koch und Lisa Warmo aus dem Kindernetzwerk: In diesem tauschten sich die jungen Selbsthilfe-Mitglieder mit der Bundestagsabgeordneten Nina Stahr (bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag und Mitglied im Familien-Ausschuss und (stellv.) in der Kinderkommission) aus. Thema war vor allem das selbst verfasste Forderungspapier der Jungen Selbsthilfe zum Thema Inklusion in Schule, Ausbildung, Uni und auf dem Arbeitsmarkt.

 

In den anderen Workshops wurde ebenso intensiv gearbeitet, mit wunderbaren Ergebnissen, die wir derzeit noch zusammenfassen und zeitnah hier veröffentlichen werden sowie allen Mitgliedern zusenden werden.

Im Workshop 1, geleitet von Dr. Annette Mund und Dr. Henriette Högl, wurde folgendes erarbeitet: „Zukunft der Selbsthilfe (Mitgliedergewinnung, Finanzierungssituation, strukturelle Bedarfe klären).

Im Workshop 2, geleitet von Benita Eisenhardt, ging es um die „Bedeutung der Netzwerkarbeit für die Zukunft der Selbsthilfe".


Im Workshop 3, geleitet von Merve Mutluhan & Kathrin Jackel Neusser ging es um das Thema: „Familienmitglieder in ihren Bedürfnissen erkennen und gezielt (kultursensitiv) stärken".


Hier finden Sie die drei Mindmaps, die als Ergebnis dieses Workshops erstellt wurden und die Sie alle gerne weiter ausfüllen und mit Leben füllen können:
Ideen, wie man Männer/Väter besser für die Selbsthilfe begeistert: https://padlet.com/heinrich51/48hizayfqulxnvfe

Ideen, wie man Menschen mit Einwanderungsgeschichte besser für die Selbsthilfe begeistert: https://padlet.com/heinrich51/h172zxgiyrbp0pk1
Ideen, wie man Jugendliche/junge Erwachsene besser für die Selbsthilfe begeistert: https://padlet.com/heinrich51/570sjx3v0yw2f1mx


Nach einem Schlusswort unserer Vorsitzenden machten sich alle auf den Nachhauseweg. Über das positive Feedback haben wir uns riesig gefreut! Danke!

Bald finden Sie alle Ergebnisse hier auf dieser Seite.

 

Diese Veranstaltung wurde gefördert durch: