Menschen mit Unterstützungsbedarf (und kognitiver Beeinträchtigung)
Kindernetzwerk folgt Beschluss der Bundesvereinigung Lebenshilfe
Das Kindernetzwerk folgt einem aktuellen Beschluss der Bundesvereinigung Lebenshilfe und übernimmt die dort verabschiedeten neuen Bezeichnungen im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Unterstützungsbedarf sowie ihren Familien.
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat nach intensiven Gesprächen und einer Online-Umfrage entschieden, in ihrer internen und externen Kommunikation künftig nicht mehr von „Menschen mit geistiger Behinderung“ zu sprechen. Stattdessen werden die wertschätzenderen Bezeichnungen „Menschen mit Unterstützungsbedarf“ oder – wenn eine genauere Beschreibung erforderlich ist – „Menschen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung“ verwendet.
Diese Veränderung basiert auf der Beteiligung von über 1.300 Menschen, die selbst Unterstützungsbedarf haben. Ziel ist es, diskriminierende oder stigmatisierende Sprache zu vermeiden und eine respektvolle, inklusive Bezeichnung zu verwenden, die Selbstbestimmung und Würde der betroffenen Menschen stärker in den Mittelpunkt stellt.
Der Begriff „geistige Behinderung“ wird durch diesen Beschluss nicht vollständig abgelöst. Er bleibt insbesondere in rechtlichen, fachlichen und leistungsbezogenen Zusammenhängen weiterhin notwendig und gebräuchlich. In der alltäglichen, öffentlichen und verbandlichen Kommunikation verwendet das Kindernetzwerk jedoch künftig bevorzugt die neuen, wertschätzenden Bezeichnungen.
Wir im Kindernetzwerk begrüßen diesen Schritt und passen unsere Sprache entsprechend an – in unseren Texten, Veröffentlichungen und kommunikativen Angeboten. Damit möchten wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen zu einer respektvollen, inklusiven und zeitgemäßen Sprachkultur beitragen.