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Bundestag berät über Monitoring des NIPT

Immer mehr Schwangere nutzen den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT), einen Bluttest, der Hinweise auf bestimmte genetische Besonderheiten beim ungeborenen Kind gibt. Doch was bedeutet das für unsere Gesellschaft und den Blick auf Behinderung?

Behinderung gehört zum Leben. Doch was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn immer mehr Kinder mit bestimmten genetischen Merkmalen gar nicht mehr geboren werden?

Seit 2022 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT). Erste Auswertungen zeigen, dass sich der Test entgegen der ursprünglichen Zielsetzung des Gemeinsamen Bundesausschusses zunehmend in Richtung einer Reihenuntersuchung entwickelt. Im Jahr 2024 wurde er bereits von nahezu jeder zweiten Schwangeren in Anspruch genommen.

Welche Auswirkungen diese Entwicklung auf das gesellschaftliche Verständnis von Behinderung, auf werdende Eltern und auf die Versorgungsrealität von Menschen mit Behinderungen hat, ist bislang nicht untersucht.

Umso wichtiger ist ein unabhängiges, wissenschaftlich fundiertes Monitoring sowie eine breite gesellschaftliche Debatte über die ethischen Implikationen dieser Entwicklung.

Am 20. März 2026 berät der Deutsche Bundestag erstmals über ein Monitoring des NIPT. Wir begrüßen ausdrücklich, dass dieses Thema damit als gesellschaftlich und ethisch relevante Grundsatzfrage aufgegriffen wird.

Wir setzen uns für ein unabhängiges Monitoring sowie eine breite gesellschaftliche Debatte ein und haben uns dazu direkt an eine Vielzahl von Bundestagsabgeordneten gewandt.